Tipps vom Team:
- Nimm etwas gegen die Kälte mit: Selbst im Hochsommer sinken die Temperaturen am Song-Kul nachts leicht unter 5 °C.
- Plane nach Möglichkeit zwei Nächte ein: Eine einzige Nacht reicht kaum aus, um diesen Ort wirklich zu erleben. Zwei Nächte schenken dir einen ganzen Tag vor Ort.
- Stell dich schon vorher auf die digitale Auszeit ein: An den Ufern des Sees gibt es weder Mobilfunknetz noch WLAN. Informiere deine Angehörigen, bevor du losfährst.
- Geh die Höhe entspannt an: Der Song-Kul liegt auf über 3.000 Metern. Trink in den ersten Tagen viel Wasser.
- Genieß den Nachthimmel: Ohne Lichtverschmutzung weit und breit ist der Song-Kul einer der besten Orte des Landes, um Sterne zu beobachten.
Der Song-Kul-See: Übernachten am Ufer des höchstgelegenen Sees Kirgisistans
Wenn ein einziger Ort die nomadische Seele Kirgisistans verkörpern müsste, wäre es Song-Kul. Der See liegt auf über 3.000 Metern Höhe und ist von endlosen Wiesen umgeben, auf denen Pferde und Yaks frei grasen. Kein einziger Baum und kein Dorf ist am Horizont zu sehen. Hier, mehr als irgendwo sonst im Land, erlebst du aus nächster Nähe die Lebensweise der kirgisischen Nomadenfamilien.
Bei Kyrgyzstan Nomads gehört Song-Kul seit Jahren fest zu unserer Route, und das ist kein Zufall. Hier erfährst du alles, was du wissen solltest, bevor du dort für eine Nacht deine Jurte beziehst.
Was ist der Song-Kul-See?
Song-Kul ist ein in etwa 3.016 Metern Höhe gelegener See im Herzen des Naryn-Gebirges im Zentrum Kirgisistans. Mit einer Fläche von rund 270 km² ist er nach dem Issyk-Kul der zweitgrößte See des Landes. Sein Charakter könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein: Hier gibt es weder belebte Strände noch Badeorte, sondern nur endlose Bergweiden.
Anders als der Issyk-Kul, der dank seines Salzgehalts nie zufriert, ist der Song-Kul im Winter vollständig von Eis bedeckt, manchmal bis Anfang Juni. Genau diese rauen klimatischen Bedingungen erklären, warum der See einen großen Teil des Jahres unbewohnt bleibt: Nur Nomadenfamilien lassen sich im Sommer zwischen Juni und September hier nieder, um ihre Herden auf den umliegenden Bergweiden grasen zu lassen.
In einer Jurte schlafen, zwischen Pferden und Stille
Bei der Song-Kul-Erfahrung dreht sich vor allem alles um eines: die Jurte. Die am Seeufer aufgeschlagenen Camps gehören Nomadenfamilien, die im Sommer Reisende bei sich aufnehmen. Du schläfst auf traditionellen Matratzen, die direkt auf dem Boden liegen, unter einer dicken Filzdecke und inmitten der vollkommenen Stille der Bergweiden.
Abends servieren die meisten Camps ein einfaches, reichhaltiges Essen, oft mit Fleisch, frischem Brot und Tee. Manchmal isst du direkt mit der Familie, bei der du untergebracht bist. Morgens wecken dich das Wiehern der Pferde und das Blöken der Schafe, lange bevor dein Wecker klingelt.
Damit du genau weißt, was du für eine Nacht in einer Jurte einpacken solltest, haben wir einen ausführlichen Guide zu diesem Thema geschrieben.
Was kann man rund um den Song-Kul-See unternehmen?
Ausritt
Das ist die traditionelle Art, die Umgebung des Sees zu erkunden. Ein etwa zweistündiger Ausritt führt dich am Ufer entlang und über die umliegenden Hügel. Oft begleitet dich dabei ein einheimischer Guide, der seit seiner Kindheit reitet.
Die Steinkreise von Tash-Tulga
Neun archäologische Steinkreise aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, die einst als rituelle Feuerstellen dienten. Ein geschichtsträchtiger Ort, nur wenige Gehminuten von den Camps entfernt.
Der Wasserfall von Kazhyr Ty
Unterhalb des Teskeytorpo-Passes versteckt sich dieser Wasserfall. Er ist ein beliebter Zwischenstopp für alle, die ihren Aufenthalt am See mit einer kleinen Wanderung ergänzen möchten.
Den nomadischen Alltag erleben
Einfach dazusitzen und zu beobachten, wie die Familien ihre Herden versorgen, Stuten melken oder Kumis zubereiten, gehört fest zum Erlebnis am Song-Kul. Kumis ist fermentierte Stutenmilch und ein traditionelles kirgisisches Getränk.
So kommst du zum Song-Kul
Song-Kul liegt etwa 300 km von Bischkek entfernt. Lass dich von der Entfernung jedoch nicht täuschen: Die Route führt über mehrere Gebirgspässe, darunter der Moldo-Ashuu auf knapp 3.350 Metern Höhe. Der letzte Abschnitt verläuft über unbefestigte Pisten. Von der Umgebung von Kyzyl-Oi aus solltest du einen guten halben Tag Fahrt einplanen.
Ein 4×4 ist unverzichtbar, um den See zu erreichen. Außerhalb der Sommermonate wird die Anfahrt deutlich schwieriger, bei frühem oder spätem Schneefall auf den Pässen sogar unmöglich.
Praktische Tipps für den Besuch des Song-Kul-
Das Wetter: Selbst im Hochsommer sinken die Temperaturen nachts problemlos unter 5 °C, manchmal sogar noch tiefer. Ein guter Schlafsack oder zusätzliche Decken sind daher keine schlechte Idee.
Die Höhe: Auf über 3.000 Metern bekommen manche Reisende leichte Kopfschmerzen oder Atemnot. Trink viel Wasser und verzichte am ersten Abend auf Alkohol.
Die Verbindung: Vor Ort gibt es weder Mobilfunknetz noch WLAN. Genau die richtige Gelegenheit, wirklich abzuschalten. Informiere deine Familie und Freunde aber vorher.
Die beste Reisezeit: Ausschließlich von Juni bis September. Außerhalb dieses Zeitraums ist der See zugefroren und die Camps sind geschlossen.
Bei Kyrgyzstan Nomads ist deine Übernachtung (oder sind deine zwei Übernachtungen) in einer Jurte am Song-Kul bereits reserviert und in der Route enthalten, Schlafsäcke inklusive.
Song-Kul mit Kyrgyzstan Nomads
Song-Kul ist wahrscheinlich der Abschnitt, der dir nach deinem Roadtrip am längsten im Gedächtnis bleibt. Bei Kyrgyzstan Nomads ist dieser Halt fester Bestandteil der Route. Deine Übernachtung in einer Jurte, die Mahlzeiten und ein Ausritt sind bereits organisiert. Du musst nur noch die Stille, die Pferde und den Sternenhimmel genießen.
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