Tipps vom Team:
- Plane einen Tag in Bischkek ein: So kannst du dich in Ruhe akklimatisieren, bevor es weiter in die Berge geht.
- Nimm auch im Sommer warme Kleidung mit: In den Hochlandregionen wie Song-Kul sinken die Temperaturen nachts deutlich, ganz unabhängig von der Jahreszeit.
- Geh entspannt mit der Höhe um: Mehrere Etappen liegen auf rund 3.000 Metern. Nimm dir Zeit zur Akklimatisierung und trink ausreichend Wasser.
- Hab immer etwas Bargeld dabei: Nimm kirgisische Som in kleinen Scheinen mit, besonders für Dörfer und Jurtenlager.
- Ein 4×4 ist kein Luxus: Viele Straßen zum Song-Kul und zu den Canyons sind nicht asphaltiert.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kirgisistan
Kirgisistan steht vielleicht (noch) nicht ganz oben auf deiner Reiseliste, und genau das macht seinen Reiz aus. Zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Tian Shan und den endlosen grünen Tälern Zentralasiens ist dieses Land noch weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben. Ein Roadtrip durch Kirgisistan führt dich vorbei an hoch gelegenen Seen, Nomadencamps und Schluchten in zehn Orangetönen. Abends übernachtest du nicht im Hotel, sondern in einer traditionellen Jurte.
Bei Kyrgyzstan Nomads folgst du einer festen Route durch das Land und sitzt dabei am Steuer deines eigenen 4x4. Hier findest du die wichtigsten Highlights entlang der Strecke, inklusive Hintergrundinfos, Entfernungen und praktischer Tipps.
Bischkek: grün, gut erreichbar und Ausgangspunkt jeder Reise
Jeder Roadtrip durch Kirgisistan beginnt in Bischkek, der Hauptstadt. Dich erwartet hier nicht das urbane Chaos anderer asiatischer Städte: Bischkek ist grün, übersichtlich und ideal, um dich zu akklimatisieren, bevor du in die Berge aufbrichst. Auf dem Programm stehen:
- der Ala-Too-Platz, der zentrale Platz mit der Statue von Manas, dem legendären Helden des gleichnamigen Epos;
- der Osch-Basar, der perfekte Ort für Trockenfrüchte, frisches Brot und eine erste Kostprobe der lokalen Küche;
- die breiten, von Platanen gesäumten Alleen, ein Erbe der sowjetischen Zeit, die im Sommer angenehmen Schatten spenden.
Plane einen ganzen Tag ein, um die Stadt zu erkunden, bevor du in Richtung Berge aufbrichst.
Kyzyl-Oi und Song-Kul: Nomadenleben auf 3.000 Metern Höhe
Von Bischkek aus führt die Straße über den Too-Ashuu-Pass, einen mehr als 3.000 Meter hohen Gebirgspass mit atemberaubendem Blick auf das Suusamyr-Tal. Euer erster Halt ist Kyzyl-Oi, ein kleines Dorf in einem grünen Tal am Ufer des Flusses Kökömören, wo ihr die Nacht bei einer einheimischen Familie verbringt.
Von dort führt die Straße weiter zum Song-Kul, einem auf rund 3.000 Metern gelegenen Hochgebirgssee und wohl dem eindrucksvollsten Stopp auf jeder Reise durch Kirgisistan. Rund um den See grasen Wildpferde und Yaks, im Sommer schlagen Nomadenfamilien hier ihre Lager auf. Auch ihr übernachtet dort in einer Jurte, weit weg von WLAN und Verkehr. Bei Kyrgyzstan Nomads gehört dieses Hochplateau seit Jahren zur festen Route, und das nicht ohne Grund: Nirgendwo sonst erlebt ihr die nomadische Lebensweise Kirgisistans so unmittelbar.
Gut zu wissen: Plant einen langen Fahrtag auf unbefestigten Pisten ein. Nehmt warme Kleidung mit, denn selbst im Sommer wird es nachts in dieser Höhe kalt.
Issyk-Kul: der warme See zwischen den Gletschern
Issyk-Kul ist einer der größten Bergseen der Welt und eine überraschend warme Alternative inmitten schneebedeckter Gipfel. Am Nordufer liegt Cholpon-Ata mit seinen Sandstränden, an denen sich im Sommer zahlreiche kirgisische Familien tummeln. Am Südufer, in Richtung Bokonbayevo, kannst du eine Vorführung der traditionellen Adlerjagd erleben, einer alten kirgisischen Tradition, die in der Region bis heute lebendig ist.
Dieser Kontrast zwischen Gletschern im Hintergrund und einem See, in dem man einfach baden kann, macht einen Roadtrip durch Kirgisistan so besonders.
Karakol: der ideale Ausgangspunkt, um das Tian-Shan-Gebirge zu erkunden
Am östlichen Ende des Issyk-Kul liegt Karakol, etwas mehr als 300 Straßenkilometer von Bischkek entfernt. Die kleine Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen in den Tian-Shan-Bergen und hat selbst einiges zu bieten:
- die Heilige Dreifaltigkeit, eine russisch-orthodoxe Holzkirche aus dem 19. Jahrhundert;
- den lebhaften Markt von Karakol mit seinen Ständen voller Trockenfrüchte, Brot und handgefertigter Filzhüte;
- Jeti-Ögüz oder „die sieben Stiere“: beeindruckende rote Felsformationen direkt außerhalb der Stadt;
- das Altyn-Araschan-Tal, bekannt für seine natürlichen heißen Quellen, ideal für alle, die einen zusätzlichen Wandertag einplanen.
Auf der Route von Kyrgyzstan Nomads gehört Karakol fest zum Programm, denn hier lassen sich Kultur und Natur besonders gut verbinden.
Skazka und die Canyons: eine Wüste im Kleinformat
Auf dem Rückweg am Südufer des Issyk-Kul entlang durchquert ihr den Skazka-Canyon, wörtlich den „Märchencanyon“. Seine roten und ockerfarbenen Felsformationen wirken wie eine Landschaft aus einer anderen Galaxie und lassen sich in etwa einer Stunde zu Fuß erkunden. Weiter in Richtung Bokonbayevo liegen außerdem Ak-Sai und Konorchek, zwei weniger bekannte Canyons mit derselben Palette an Wüstenfarben, aber ohne Menschenmassen.
Chong-Kemin: das letzte Tal vor der Rückkehr
Das Chong-Kemin-Tal ist ein weites Tal, das auf beiden Seiten von verschneiten Gipfeln eingerahmt wird. Der Nationalpark dort ist deutlich ruhiger als die Umgebung des Issyk-Kul und eignet sich perfekt für eine kurze Wanderung oder eine Rafting-Tour auf dem Tschu.
Auf dem Rückweg nach Bischkek hältst du am Burana-Turm, einem Überbleibsel eines Minaretts aus dem 11. Jahrhundert an der alten Seidenstraße, etwa 80 km von der Hauptstadt entfernt. Ursprünglich war der Turm 45 Meter hoch, doch durch Erdbeben sind heute nur noch etwa 25 Meter erhalten. Wer die schmale Treppe im Inneren hinaufsteigt, wird mit einem Blick über das Tal sowie auf die umliegenden Grabhügel und Balbal-Steine belohnt.
Praktische Tipps für deinen Roadtrip durch Kirgisistan
Beste Reisezeit: von Juni bis September, wenn die hoch gelegenen Pässe geöffnet und schneefrei sind.
Fahrzeug: Ein Allradfahrzeug ist kein überflüssiger Luxus. Viele Straßen zum Song-Kul und zu den Canyons sind nicht asphaltiert.
Höhenlage: Mehrere Etappen liegen auf über 3.000 Metern. Lass es am ersten Tag in der Höhe ruhig angehen und trink ausreichend Wasser.
Visum: Reisende aus Frankreich, Belgien und der Schweiz benötigen für Aufenthalte von bis zu 60 Tagen kein Visum.
Bargeld: Nimm kirgisische Som in kleinen Scheinen mit, besonders für Dörfer und Jurtenlager.
Wenn du mit Kyrgyzstan Nomads reist, ist ein großer Teil davon bereits für dich organisiert: ein Allradfahrzeug, ein Roadbook mit der kompletten Route sowie Übernachtungen in Jurten und bei Einheimischen. Praktisch!
Bereit für deine Traumreise nach Kirgisistan?
Von hoch gelegenen Seen, an denen wilde Pferde grasen, bis hin zu Canyons in den Farben des Sonnenuntergangs: Ein Roadtrip durch Kirgisistan führt dich durch Landschaften, die du sonst nirgendwo findest. Du möchtest diese Wunder mit eigenen Augen sehen? Mit Kyrgyzstan Nomads legst du die komplette Route selbst zurück, von Bischkek bis zur letzten Jurte am Wasser.
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