Roadtrip durch Kirgisistan: Die komplette Route in 10 Tagen

Highlights
Roadtrip in Kirgisistan

Tipps vom Team:

  • Reise zwischen Juni und September: In diesem Zeitraum sind die Gebirgspässe, die oft über 3.000 Meter hoch liegen, schneefrei.
  • Gewöhne dich langsam an die Höhe: In den ersten Tagen geht es schnell bergauf. Lass dir Zeit, trink viel Wasser und hör auf deinen Körper.
  • Ein Allradfahrzeug ist unverzichtbar: Mehrere Etappen, etwa der Anstieg zum Song-Kul, führen über unbefestigte Pisten in großer Höhe.
  • Prüfe die Visabestimmungen: Französische, belgische und Schweizer Staatsangehörige können bis zu 60 Tage visumfrei einreisen.
  • Buche deine Flüge frühzeitig: Achte schon bei der Buchung darauf, dass dein Flug mit dem Programm deines Roadtrips übereinstimmt.

Roadtrip durch Kirgisistan: die komplette Route in 10 Tagen

Wie entdeckt man Kirgisistan am besten? Bei Kyrgyzstan Nomads glauben wir, die Antwort zu kennen. Unsere 10-tägige Route wurde vor Ort gemeinsam mit Einheimischen ausgearbeitet und führt dich über rund 1.600 Kilometer durch die schönsten Winkel des Landes. Vorbei an schwindelerregenden Bergpässen, einem auf 3.000 Metern gelegenen See, roten Felsformationen und einem tausend Jahre alten Minarett.

Das ist kein Roadtrip, den du aus einem klimatisierten Bus heraus beobachtest: Du sitzt selbst am Steuer deines eigenen 4×4, und jeden Abend erwarten dich eine Jurte, ein Gästehaus oder eine Familie, die dich mit offenen Armen empfängt.

Hier kommt die komplette Route, Etappe für Etappe, durch die schönsten Landschaften Kirgisistans.

Tage 1–2: Bischkek und der Too-Ashuu-Pass

Die Reise beginnt in Bischkek, der grünen und erstaunlich entspannten Hauptstadt Kirgisistans. Auf dem Markt Osch-Basar tauchst du sofort in die lokale Küche ein, zwischen Trockenfrüchten und salzigen Joghurtbällchen. Auf dem Ala-Too-Platz steht die Statue von Manas, dem legendären Helden des gleichnamigen Epos. Auf dem Siegesplatz brennt unter einem graniternen, jurtengleichen Bogen eine ewige Flamme.

Am zweiten Tag legst du weitere 200 Kilometer zurück und überquerst den Too-Ashuu-Pass, der auf 3.586 Metern liegt. Ein in den 1960er-Jahren gebauter, 2,8 Kilometer langer Tunnel macht die Fahrt deutlich sicherer. Nahe dem Gipfel liegen die Sulutor-Seen, zwei kleine Gletscherseen, die nur selten von Touristen besucht werden und über einen kurzen Fußweg miteinander verbunden sind. Am Tagesende erreichst du Kyzyl-Oi, ein authentisches Dorf auf 1.800 Metern im Tal des Kokomeren-Flusses. Dort übernachtest du bei einer einheimischen Familie.

Luftaufnahme von Bischkek mit Bergen im Hintergrund

Tage 3–4: Song-Kul, das Herz der nomadischen Kultur

Durch die beeindruckenden Schluchten von Kokomeren und vorbei am abgelegenen Ak-Kol-See geht es anschließend hinauf zum Moldo-Ashuu-Pass auf fast 3.350 Meter Höhe. Die Landschaft verändert sich nun völlig: Die trockenen Hügel weichen saftigen Almwiesen, und du spürst bereits die Nähe zur nomadischen Welt von Song-Kul.

Der mehr als 3.000 Meter hoch gelegene See ist wohl der bekannteste Stopp jeder Kirgisistan-Rundreise. Keine Bäume, keine Dörfer, nur endlose Wiesen, auf denen Nomadenfamilien im Sommer ihre Herden weiden lassen. Du verbringst zwei Nächte in einer Jurte direkt am Wasser. Tagsüber geht es entweder auf eine zweistündige Reittour oder nach Tash-Tulga. Dort befinden sich neun archäologische Steinkreise aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, die einst als rituelle Feuerstellen dienten. Auch der Wasserfall Kazhyr Ty, versteckt unterhalb des Teskeytorpo-Passes, ist ein beliebter Zwischenstopp.

Bei Kyrgyzstan Nomads ist Song-Kul fester Bestandteil der Reiseroute, und das ist kein Zufall: Nirgendwo sonst bekommst du einen so unmittelbaren Eindruck vom nomadischen Lebensstil in Kirgisistan.

Jurtensiedlung an einem See in Kirgisistan

Tage 5–6: Von Song-Kul über Issyk-Kul nach Karakol

Nach Song-Kul geht es über den Kalmak-Ashuu-Pass auf 3.400 Metern hinunter zum Issyk-Kul. Der See liegt auf 1.600 Metern Höhe und zählt zu den größten Bergseen der Welt. In Cholpon-Ata am Nordufer befindet sich die Pferderennbahn. Dort verfolgen Tausende Zuschauer während der World Nomad Games Kok-Boru, den Nationalsport zu Pferd. Anschließend kannst du dich in den örtlichen heißen Quellen entspannen, deren Wasser bis zu 43 °C erreicht, oder die jahrtausendealten Petroglyphen im Petroglyph Museum entdecken.

Die Straße führt anschließend am Ufer des Issyk-Kul entlang in Richtung Karakol, einer kleinen Stadt am Fuß des Tian Shan. Besichtige dort die 1895 erbaute Holzkirche der Heiligen Dreifaltigkeit und die farbenfrohe Dungan-Moschee, die zwischen 1907 und 1910 ganz ohne Nägel oder Schrauben errichtet wurde. Wenn du etwas Zeit hast, eignet sich das Altyn-Arashan-Tal für eine etwa fünfstündige Wanderung entlang des Arashan-Flusses.

Luftaufnahme eines türkisfarbenen Sees in der Berglandschaft Kirgisistans

Tag 7: Jeti-Ögüz, der Skazka-Canyon und die Adlerjagd

Dieser Tag zeigt besonders eindrucksvoll, wie abwechslungsreich ein Roadtrip durch Kirgisistan sein kann. Erster Halt ist Jeti-Ögüz, die „sieben Stiere“: imposante rote Felsformationen, die der Legende nach versteinerten Stieren gleichen. Danach geht es zu den Wasserfällen von Barskoon, die in einem grünen Tal liegen, und weiter zum Skazka-Canyon, wörtlich dem „Märchencanyon“. Dort haben Wind und Zeit den roten Sand zu einer Landschaft geformt, die direkt aus einem Märchenbuch stammen könnte.

Der Tag endet in Bokonbayevo mit einer Vorführung der traditionellen Adlerjagd. Diese jahrhundertealte Kunst, Burkutchy genannt, wird seit Generationen weitergegeben und gehört bis heute zu den bekanntesten Traditionen der zentralasiatischen Steppe. Übernachtet wird in einem Jurtenlager am See.

Vorführung einer Adlerjagd während Kyrgyzstan Nomads

Tag 8–10: Canyons, Rafting und der Burana-Turm

Auf dem Weg ins Chong-Kemin-Tal durchquert ihr eine Reihe trockener, farbenfroher Schluchten: den Aksai-Canyon, den Kok-Moynok-Canyon, der an den amerikanischen Antelope Canyon erinnert, und den Konorchek-Canyon mit seinen Felsformationen, die an das Death Valley erinnern. Wer den Adrenalinkick sucht, kann auf dem Fluss Chon-Kemin eine Rafting-Tour mit Stromschnellen der Stufen 2 bis 4 unternehmen.

Der letzte Stopp vor Bischkek ist der Burana-Turm, der Überrest eines Minaretts aus dem 10. Jahrhundert nahe der einst bedeutenden, heute verschwundenen Stadt Balasagun, die früher an der Seidenstraße lag. Ursprünglich war der Turm 47 Meter hoch, heute misst er aufgrund von Erdbeben nur noch 24 Meter. Unterwegs kommt ihr außerdem am Wasserfall von Kegeti vorbei. Er ist über 20 Meter hoch und liegt mitten in Kiefernwäldern, in denen Pferde grasen.

Blick aus dem 4x4 während der Rundreise durch Kirgisistan mit Kyrgyzstan Nomads

Praktische Tipps für diesen Roadtrip durch Kirgisistan

Gesamtdistanz: etwas mehr als 1.600 km verteilt auf 10 Tage.

Beste Reisezeit: von Juni bis September, wenn die hoch gelegenen Pässe schneefrei sind.

Fahrzeug: Ein 4×4 ist unerlässlich. Mehrere Pässe liegen über 3.000 Meter hoch und die Straßen sind dort oft nicht asphaltiert.

Höhenlage: Geh die ersten Tage in großer Höhe ruhig an und trink ausreichend Wasser.

Visum: Reisende aus Frankreich, Belgien und der Schweiz können sich bis zu 60 Tage visumfrei in Kirgisistan aufhalten.

Unterkünfte: eine Mischung aus Gästehäusern, einem Hotel und Jurtenlagern, alles im Voraus reserviert und inklusive.

Mit Kyrgyzstan Nomads musst du nichts selbst planen: Ein 4×4, ein Reiseplan mit der kompletten Route und den Unterkünften für jede Etappe sind bereits inklusive. Außerdem kannst du ganz einfach Flüge buchen, die perfekt zu deinem Reiseprogramm passen.

Bereit für deinen Roadtrip durch Kirgisistan?

Von einem 3.586 Meter hohen Bergpass bis zu einem See, an dem du abends von Tausenden Sternen umgeben bist: Diese Route zeigt Kirgisistan von seiner schönsten Seite. Ein Roadtrip durch Kirgisistan entlang dieser Etappen führt dich durch eine Abfolge von Landschaften, die du nirgendwo sonst findest. Mit Kyrgyzstan Nomads legst du die komplette Route selbst zurück, vom ersten Kilometer in Bischkek bis zur letzten Jurte am Wasser.

Alles, was du vor deiner Abreise wissen musst, findest du in unserem ultimativen Guide für deinen Roadtrip durch Kirgisistan, mit Infos zur besten Reisezeit, zu Aktivitäten und sehenswerten Orten.

Diese Route wurde vor Ort gemeinsam mit Menschen entwickelt, die jeden Pass, jede Piste und jede Gastfamilie entlang der Strecke kennen. Das Ergebnis: eine Reise, die dich weit abseits der üblichen Wege führt, ohne dass du dich um die Organisation kümmern musst.

Lust, dieses Abenteuer selbst zu erleben? Entdecke alle verfügbaren Termine und sichere dir deinen Platz für einen unvergesslichen Roadtrip durch Kirgisistan.

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